Wie so oft, wenn es hier im Blog ruhiger zugeht, bin ich am Experimentieren. Zu zeigen gibt es dann oft scheinbar erstmal nicht wirklich was. Aber gerade über solche Experimente lese ich gerne in anderen Blogs – daher hier jetzt meine gesammelten Ergebnisse der letzten beiden Wochen:

Ich bin ja fasziniert von gefütterten und wendbaren Taschen/Beuteln/…, die keine sichtbare Seitennaht haben, egal wierum man sie dreht oder wendet. Das Prinip, das hinter solchen Taschen steckt, habe ich jetzt endlich kapiert und kann selber weiterdenken:

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Diese beiden Beutelchen sind auf der Stickmaschine als In-the-Hoop Projekt entstanden. Aus Faulheit. Wenn man so kleine Teile näht, sollte frau relativ exakt arbeiten, damit das hinterher anständig ausschaut. Und wer kann exakter nähen als ich? Meine Stickmaschine!

“In the hoop” bedeutet, daß alle Teile im Rahmen von der Stickmaschine zusammengenäht werden. Lediglich die Wendeöffnung habe ich dann noch mit der Nähmaschine geschlossen. Klappt und ist hoffentlich demnächst “serienreif” – sprich im Shop zu haben. Im Shop

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Mit so einem “alten” Knopf sieht das gleich irgendwie mittelalterlich aus, oder?

Nach dem gleichen Prinzip (ich liebe es, wenn ich ein Prinzip erstmal wirklich kapiert habe!) habe ich eine GROSSE Tasche genäht. Erstmalig habe ich dabei Waschleder ausprobiert und einen eher organischen Schnitt entwickelt:

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Sieht ganz nett aus, näht sich aber ?!”=$(§$”§= und faßt sich auch nicht sooo toll an.  Waschleder ist relativ günstig (ich habe für 1,5 Meter 3 € gezahlt) und ist zu 100% aus Kunstfaser.
Speziell für glatte Stoffe oder Leder gibt es für meine Nähmaschine auch wieder spezielle Füße – ob sich das für mich lohnt, habe ich aber nocht nicht entschieden.

Ebenfalls als In-The-Hoop Projekt sind diese Visitenkartenetuis enstanden – auch hier muß man ganz genau nähen, weil ja die Karten hinterher genau passen sollen – nicht zu strack und nicht zu wabbelig in den Fächern liegen sollen. Und wer kann sowas milimetergenau und ohne Knurren und Murren? Meine Stickmaschine!

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Auch die hier sind hoffentlich bald “serienreif”. Die Stickdatei ist jetzt im Shop erhältlich.

Dann habe ich ja schon im Januar angefangen, mit Broschen zu experimentieren, die mit verschiedenen Materialien und Techniken gearbeitet werden. Hier ist mein erstes Ergebnis, das mich noch ganz und garnicht überzeugt (ECKIG ist nicht mein Ding!), das ich aber merkwürdigerweise trage:

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Hier ein Rumspiel-Ergebnis, das mir sehr gut gefällt und das wohl als Brosche enden wird:

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Merinowolle und Seidenfasern, mit der Nadel gefilzt

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Auch das hier kommt meinen Vorstellungen schon näher – blauer Nicky mit Leicesterlocken befilzt und dann mit Perlen bestickt. Das gibt vielleicht den Verschluß für die Tasche aus Waschleder:

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Und weil ich jetzt so viele neue Nadeln habe – Perlennadeln, Sticknadel etc – gibt aus meinen geliebten Kaffe Fassett-Stoffen auch gleich noch ein Nadelmäppchen:

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Diesmal auf der Maschine genäht, aber über eine In-the-Hoop-Umsetzung denke ich nach.

Und da sind viele, viele Döckchen Stickgarn, die sich verheddern und über die ich kaum einen Überblick habe;

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Nach und nach werden sie alle aufgewickelt:

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Kreativ sein ist manchmal leichter, wenn man Ordnung hat… 😉