Ihr kennt sie bestimmt auch, DIESE Tage, wo einfach alles schief geht!

Heute morgen bin ich als erstes, noch barfuß, über den Hunde-Wassernapf gestolpert, der da stand, wo er seit Jahren steht, der nach unserem Zusammenstoß natürlich leer und die Umgebung drumrum natürlich nass war. Und so ging es irgendwie den ganzen Tag weiter. Aber die Einzelheiten erspare ich Euch.

Jedenfalls kam mir eben die Eingebung, daß ich ja, quasi zur Entspannung und Ablenkung, etwas Faserfimmeliges tun könnte. Der Schnitt für diese Weste liegt schon lange hier, der Stoff auch – also warum nicht eben den Schnitt abpausen?

Im dritten Anlauf gelang es mir, ein Pauspapier über den Schnitt zu legen, das ihn tatsächlich auch komplett abdeckt; das eine der exakt zwei Schnitt-Teile habe ich dann auch erfolgreich abgepaust und drauf notiert, daß ich es zweimal aus Stoff und zweimal aus Futter zuschneiden muß. Irgendwie waren das zuviele Zweien für mich heute. Jedenfalls habe ich dann sorgsam das Vorderteil erneut durchgepaust und mich sehr lange gewundert, daß das Rückenteil nicht wie ein solches aussieht…

Weste

Lange Rede, kurzer Sinn: ZUGESCHNITTEN wird das Ganze erst morgen, wenn ich hoffentlich wieder klarer bin.

Daraus werden soll eine bestickte Weste – meine erste, die komplett gefüttert ist. Dafür gibt es einen bestimmten Trick – ich werde berichten. Wenn das Ganze klappt, bin ich wieder einen entscheidenden Schritt näher an der ersten Weste aus sebstgewebtem Stoff.

Jetzt ziehe ich mich aber sicherheitshalber für den Rest des Tages aus dem Verkehr.

Den Schneiderkreide-Fallminen-Stift auf dem Foto hat übrigens der Nikolaus gebracht, nachdem ich beinahte täglich über meine ewig krümelnde und zerfallende Schneiderkreide geschimpft habe – sie sind einfach nur super toll.