Das Schöne am Bloggen ist ja, daß man viele, viele Anregungen dafür bekommt, was frau noch so tun könnte, in der ohnehin viel zu knappen Zeit.

Das Schlechte am Bloggen ist – wenn man so will – daß man ständig wieder in Versuchung geführt wird.

Lange Rede, kurzer Sinn: Frau Faserfimmel stickt seit nunmehr mehreren Wochen mit einer Stickmaschine – und war daher hier im Blog absent.

Was mich aber an den Haushaltsstickmaschinen am meisten fasziniert, ist, daß man selbst digitalisieren kann. Das ist echt cool! Ich bin ja von Hause aus ITlerin (Computerdompteuse) und daß ich mit relativ einfachen Mitteln eine Stickmaschine so “programmieren” kann, daß sie stickt, was ich mir vorstelle, ist der Wahnsinn!

Aber der Reihe nach.

Ich habe ja im Frühjahr gelernt, T-Shirts selber zu nähen und nutze dazu Schnitte von Farbenmix. Und wenn man schaut, was andere so aus diesen Schnitten machen, denkt man unweigerlich über eine Stickmaschine nach… 😉

Aber erstmal mußte ich ja lernen, überhaupt mit so einer Stickmaschine umzugehen und habe daher erstmal Muster, die von anderen digitalisiert wurden, gestickt. Es gibt so schöne Stickmuster!

Sticken mit der Stickmaschine

Sticken mit der Stickmaschine

Sticken mit der Stickmaschine

Nadelkissen und Scherenhülle als In-the-Hoop-Projekt (= alles ist im Rahmen auf der Stickmaschine fertiggestellt – sie näht auch die Teile zusammen), Stickmuster von hier bzw. hier.

Dann habe ich geübt/gelernt, auf fertige Kleidungsstücke zu sticken – ein ziemlicher Nervenkitzel am Anfang. Man muß ja richtig positionieren und hat ziemlich viel Stoff in der Maschine… Schief gehen soll’s auch nicht, weil es ist ja ein fertiges Kleidugnsstück.

Mein erster Wolf war noch ein wenig schief, aber doch schon niedlich, oder? Das Stickmuster gibt es hier.

Sticken mit der Stickmaschine

Sticken mit der Stickmaschine

In völliger Selbstüberschätzung mußte das hier gestickt werden ;-):

Sticken mit der Stickmaschine

Das Stickmuster gibt’s hier.

Und dann wurde der Weg steiniger. Digitalisieren an sich ist nicht so schwer, finde ich, aber wenn man für Stickmaschinen digitailisert, hat man das Problem, daß das gestickte Ergebnis weit von dem abweichen kann, was man auf dem Monitor sieht. “What you see is what you get” gilt nicht (immer und autotmatisch) für das Digitalisieren von Stickmustern – schließlich ziehen die Fäden sich und das Gewebe, auf das gestickt wird, zusammen. Das muß man beim Digitalisieren ausgleichen und dazu gehört viel Erfahrung. Und ganz viel Probesticken. Richtig Arbeit also.

Mein erstes flächiges Stickmuster habe ich gefühlte 10.000 Mal probegestickt, aber schaut mal, was draus geworden ist:

Sticken mit der Stickmaschine

Sticken mit der Stickmaschine

Sticken mit der Stickmaschine

Digitalisieren ist richtig Arbeit! Aber schöööön!