Ich habe viel gelernt in den letzten Tagen.

1. Wenn man einer Anleitung folgt und keine Ahnung hat, was man tut, dann sollte man einfach machen, was da steht und nicht eigenmächtig mit dem Denken anfangen.

Tut man das nicht, ist der Schal plötzlich ziemlich genau doppelt so lang, wie erwartet. Hier also der erste Möbius-Schal für Giraffen:

Wie’s kam? Nachdem ich mir einen Wolf gegrübelt habe, kam mir gestern blitzartig die Erkenntnis:

Wenn die Autorin sagt, man soll nur jede zweite Masche zählen, dann soll man das solange tun, bis man versteht, was man tut.

Ich habe jede zweite Masche gezählt und dann das eigenständige Denken angefangen. Schwerer Fehler. Ich dachte nämlich, daß ich ja nur die Oberseite zählen muß, weil die Unterseite ist ja die Unterseite und hat mir der Länge bzw. dem Umfang nix zu tun.

Läßt man aber beim Zählen jede zweite Masche und die zweite Hälfte der Maschen aus, nun, dann wird der Schal doppelt so lang, wie geplant. Vollkommen logisch. *Örgs*.

Mal sehen, ob ich ihn einer Giraffe schenke oder aufribbele.
2) Der Möbius-Cast-on von Cat Bordhi ist klasse; man sieht nix vom Anschlag.

Hier nochmal ein Detail. Der Anschalg erfolgte dort, wo glatte und krause Maschen aufeinandertreffen.

3) Fäden vernähen ist besonders doof, wenn man keine Innenseite hat. Geht aber.

4) Das Modell “The Snuggler” aus dem Buch “The magical Knitting” rollt sich an den Kanten. Ob man das mit Spannen in den Griff bekommt, weiß ich nicht. Dazu müßte ich beim Giraffenschal die Fäden vernähen und ihn spannen.

5) Der “Undulating Autumn Scarf” ist genial – und bereits fertig gestrickt. Und er hat genau die angepeilte Länge. Allerdings nimmt er gerade ein Bad. Foto folgt.

6) Ich gehören offensichtlich zu denen, die Denise-Nadeln lieben. Manch einer mag ja nicht, daß sie so weich sind. Ich und meine zimperlichen Fingergelenke finden genau das großartig.

Mit ihnen kann ich meinem Möbius-Fieber nachgehen ohne Schmerzen zu bekommen. :mrgreen:

Mein zweiter Möbius in dieser Woche (besagter “Undulating Autumn Scarf”) ist aus Kureyon. Und als ich den strickte, fragte mein gut informierter Mann, ob mich der Noro-Virus erfaßt habe. Und da denkt frau, Männer wüßten nix über Garne und würden eh nie zuhören! Weit gefehlt!