habe ich über die Osterfeiertage gelegen.

Zum einen, weil mir danach war, zum anderen, weil es hier so voll war, daß man nicht umfallen konnte. Von den 120 Autobahnkilometern von uns nach Barcelona waren gestern knapp 40 km Stau. Da bleibt man besser zu hause.

Außerdem hatte Rasmus Durchfall. Und er hat die an Ostern ausgesprochen dumme Angewohnheit, sein Geschäft nur im absoluten Notfall NICHT auf Gras zu verrichten. Gestern war aber jedes öffentliche Fitzelchen Rasen von Familien besetzt, die Klapptische und -stühle nach draußen trugen/fuhren und gemütlich ihre Mona verspeisten. Kinder, Kinder, das war Streß. Für uns beide…

Im Moment sieht es so aus, als wäre er auf dem Wege der Besserung! Zum Glück. Denn er soll eigentlich ein Nasenspray gegen seinen blöden Pilz kiregen und das kriege ich nur mit der Aussicht auf einige nette Leckerli in ihn rein und die widerum verträgt er überhaupt nicht, wenn er Durchfall hat. Örggs.

Hat zufällig jemand Erfahrung mit Hunden und Nasenspray????

Danke an dieser Stelle auch für Eure Mails und Kommentare; ich werde sie baldmöglichst beantworten.

Gestrickt habe ich wenig – aber *Tusch* meine erste Hufeisenferse. Irgendwie war mir danach, etwas Neues zu probieren.

Leider war es mir nicht möglich, die gut sitzende Ferse an meiner eigenen Ferse zu fotografieren – soo gelenkig bin ich dann auch wieder nicht. 😉

Am ollen Kamel habe ich auch weiter gesponnen und mich wieder geärgert, wie ober-übel sich das Höckertier verspinnt. Hmpf. Und zu allem Elend hat sich der beste Ehemann von allen auch noch erkundigt “wie, biste damit immer noch nicht fertig?” (sic!). Hmpf. Genau die Aufmunterung, die ich brauchte. Aber eine weitere Spule ist voll.

Mittlerweile denke ich allen Ernstes darüber nach, den Kamel-Pulli abzuschreiben. Dieser zugegeben kuschelweiche Flaum verspinnt sich einfach zu schlecht – zumal nach dem Deich-Schaf, das ich als letztes versponnen habe. Mal schauen.

Heute hat sich wie durch Zauberhand die Bevölkerungsdichte normalisiert und wir bemühen uns, alles Wichtige vor den nächsten Feiertagen (Dia de Sant Jordi am 23. April und Tag der Mare de Deu de Montserrat, der schwarzen Jungfrau aus dem Kloster Montserrat, am 27. April) zu erledigen.

Merkt Ihrs? Ich habe einen leichten Koller. Oder einen “Kulturschock”, wenn Ihr so wollt. Heute bin ich dann zu allem Elend auch noch im Touristen-Supermarkt gewesen – und da wird gerade alles umgebaut. Also auch hier ein großes Bauloch (ich HASSE es, wenn Supermärkte, egal wo auf der Welt, ständig umräumen. Supermarkt-Einkäufe sind etwas, was ich schnellstmöglichst erledigen möchte und wenn ich alles suchen muß, klappt das nicht).

Ich habe also nach meinem Lieblingskäse und meiner Lieblings-Gazpacho gesucht. Und was um alles in der Welt finde ich? Ein Regal voll mit kleinen Glas-Stieren, die mit Sangria gefüllt sind. Päarchen – ein Torrero und eine Flamenco-Tänzerin- ca. 10 cm hoch, ebenfalls mit Sangria gefüllt. Als ob Torreros Flamenco-Tänzerinnen heiraten würden! Und was soll man mit einem Fläschlein mit 100 ml Sangria?? Zumal Katalonien ja auch DAS Zentrum des Flamencos ist (ja, ja, auch in Frankfurt kann man Sepplhosen kaufen, aber ich habe halt einen Koller).

Nix für ungut, mir geht’s bestimmt bald wieder normal.