Folgenen Eintrag versuche ich nun seit ca. 1 Stunde zu posten – aber Blogger.com hat keine Lust. Jetzt probiere ich es per Mail.

Zum Faserfimmeln komme ich zur Zeit fast gar nicht. Die letzten beiden Tage vergingen ohne Wollkontakt.

Mist.

Meinem Feltalong gegenüber habe ich ein schlechtes Gewissen.

Um nicht wieder nichts zu zeigen, zeige ich jetzt einfach mal den Stand meiner Forschungen zum Thema “Blumen und Blüten filzen”. Meine ersten Filzblüten waren als Fläche gefilzt und dann als Blüte zugeschnitten. Ich nenne sie für mich “Kinderblumen”, weil sie so aussehen, wie viele Kinder Blumen malen: 5-8 Blütenblätter und eine Kugel als Mitte.Vom Filzen als Fläche bin ich mittlerweile total abgekommen, selbst Korbblütler (“Kinderblumen”) filzen sich nach meiner Erfahrung besser über eine (kreisrunde) Schablone – dann hat man auch gleich 2 auf einmal (die Schablone wird komplett umfilzt und dann entlang des Randes aufgeschnitten).

Um mir einen “systematischen Überblick” zu verschaffen, habe ich in Deutschland aus (m)einem Bestimmungsbuch die Grundformen von Blüten und Blättern fotokopiert.

Hier einige meiner Schablonen in der Draufsicht:

Die Idee mit dem Ring als Schablone ist geklaut aus Wolk-Gerche: “Blumen- Schmuck – Accessoires aus Filz” und ergibt zwei in der Mitte zusammenhängende Korbblütler.
(Das Buch ist meiner Meinung nach sehr gut; bisher das einzige, das ich finden konnte, das weiterführt, also neue Ideen bringt und mehr zeigt, als “nur” Filzen von Bällen, Flächen, Schnüren und einfachen Hohlformen).
Am unteren Rand ist die Schablone für die Cala-Blüte zu sehen; auch sie stammt aus dem Buch.

Jetzt brauche ich also nur noch etwas Ruhe und Zeit! Aber vielleicht
wird ja das kommende Wochenende ein arbeitsfreies…

Zeigen will ich Euch auch noch, was ich hier an Handarbeitszeitung lese:

In “Labores del Hogar” gibt es viele Themen: Sticken, Kreuzstich,Stricken, Häkeln, Patchwork, aber auch immer einfache, schnelle Ideen, Anleitungen speziell für Kinder (gabs früher in einer Zeitschrift namens “Ariadne”, die meine Tante abonniert hatte – ich bin total drauf “abgefahren”. Ich meine natürlich keine Anleitungen für Kinderpullis, sondern Anleitungen, die für Kinder geschrieben sind, damit sie selbst
kleinere Werke stricken können), wo ist nur mein Satz geblieben? Mit dabei sind auch Klöppelbriefe, schon auf Pappe gedruckt, Kochrezepte und Fotos von fertigen Arbeiten von Lesern. Gefällt mir alles sehr gut.
Die Anleitungen sind textlich kurz und knapp, immer gibt es (meist farbige!!) Schemazeichnungen, Strickschriften etc.

Gerade eben kam unser Hausmeister vorbei und hat die Post gebracht. Ihr werdet’s nicht glauben: Ich bekam das Passwort zu dem DSL-Vertrag, den wir im Januar beantragt und dann nie bekommem haben. Grrr.

Jetzt habe ich das Passwort und die Bedienungsanleitung für die Hardware, die ich nie erhalten habe. Das ist gemein! Vor allem, wenn ich wieder mißmutig auf meine bestenfalls 56k-Verbindung schaue!

Ach, zu der Geschichte mit den Adressen habe ich ja noch garnix erzählt.
“Adresssuche” ist hier ein beliebter Zeitvertreib. Fast jeden Morgen diskutieren wir mit Handwerkern, die ratlos im Hof unserer Siedlung stehen und ihren Auftraggeber suchen.

Unsere Wohnung z.B. wird unter 3 Straßennamen geführt. Die an der Schmalseite unseres Hauses vorbeigeht, ist die Katasteradresse. Die an den beiden langen Seiten sind eigentlich keine richtigen Straßen, sondern so eine Art “Hofeinfahrten”.
Uns erreichen also Schreiben mit 3 verschiedenen Straßennamen.

Hausnummern haben wir noch viel mehr. Je nachdem, wie die Wohnungen durchgezählt werden sind wir 11, 3, 112 oder sonstwas.
Deshalb macht unser Hausmeister jeden Tag die Runde und umverteilt die Post. Die Katalanen finden das übrigens alles ziemlich normal. Die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern haben hier keine Namen an der Tür, sondern Stockwerk und Wohnungsnummer, also z.B. III/4.

Dieses ganze Chaos ist übrigens auch der Grund dafür, daß ich bisher an keinem Tauschpaket oder keiner Wollfeeaktion teilnehme. Post hierher zu bekommen ist ein Kunststück.

Und so wie die DSL-Post von heute aussieht, lag sie seit Februar in einem fremden Briefkasten und döste dort seelig vor sich hin. Wir haben dafür in unserem Briefkasten ein Schreiben an jemanden, der nie hier wohnte; es liegt schon mehrere Monate, wir schicken es immer als “unbekannt” zurück – und erhalten es immer wieder zugestellt. Hhm. Es bleibt spannend