und für’s bisherige Daumendrücken.

Verschiedene von Euch haben gefragt, ob das denn so einfach gehe, mit dem “Haus abreißen”.

Ich weiß es nicht.

Fakt ist, daß vor mir ein Bebauungsplan/ein Stadtentwicklungplan/eine Studie (??) liegt, auf der an der Stelle, wo mein Stricksessel auf dem Balkon zu stehen pflegt, ein großer Gebäudekomplex eingezeichnet ist, von dem erwartet wird, daß er Gewerbesteuern abwirft.

Dieses Dokument wurde zwischen den Jahren im Ajuntament zur Ansicht ausgelegt, die Einspruchsfrist endet am 28. Februar. Und: Das Dokument ist natürlich ausschließlich in catala (und nicht in castellano (- spanisch)). Jetzt kommen da aber so viele baurechtliche Vokabeln vor, die in den mageren Catala-Wörterbüchern, die zur Verfügung stehen, garnicht autauchen (die meisten Catala-Wörterbücher haben nur wenige tausend Stichworte).

Mein Mann ist derzeit im Flieger, um vor Ort mehr zu erfahren und ggf. rechtliche Schritte einzuleiten. Ich halte hier die Stellung und bin quasi die “deutsche Telefonzentrale”, denn betroffen sind nicht nur wir, sondern unsere Gruppe (mit 10 Parteien), unsere gesamte Urbanisation (mit rund 100 Parteien) und nach momentanem Kenntnisstand auch mindestens noch eine benachbarte Urbanisation in ähnlicher Größenordnung.

Wir haben derzeit keine Ahnung, ob wir enteignet werden, ob und ggf. zu welchem Preis uns jemand das Ganze abkauft oder ob alles ein Wind-Ei ist.

Mein Mann und ich haben in den letzten Jahren langsam und zielstrebig daraufhin gearbeitet, mehr und mehr Zeit in Spanien verbringen zu können – und vor allem unseren Lebensabend.

Auch unsere persönliche Planung für dieses Jahr hat sich rund um Spanien gedreht. So wollte ich mir – nur ein kleines Beispiel – bald ein Joy kaufen, damit ich immer ein Spinnrad zu Hand habe. Wer weiß, ob ich das noch brauche.
Aber natürlich ist auch unsere berufliche Planung entsprechend ausgerichtet (und jetzt hinfällig?).

Ich wünsche mir, daß wir alles so behalten können, wie es derzeit ist.

Bitte weiterhin Daumen drücken.