ist heute. Der erste seit dem 22. Dezember.

Da wir in letzter Zeit lang im Ausland waren, haben wir viele Freunde eingeladen, doch zwischen den Jahren mal vorbeizuschauen. Was sie getan haben und noch tun.
Schön war’s.

Und bevor der nächste Besuch kommt, will ich mich endlich mal wieder melden.

Vom Weihnachtsmann/dem Christkind (wer ist denn nun eigentlich für Deutschland zuständig? Wir konnten diese zentrale Frage trotz eingehender wissenschaftlicher Diskussion nicht abschließend klären) bekam ich u.a. das hier:

Der Wahnsinn! Der absolute Wahnsinn. Ich bin kein Freund dieser “knit 1 row, turn, purl 1 row, turn – Bücher”, die exakte Anleitungen für ein ganz spezielles Modell enthalten. Ich favorisiere diese “nimm diese Grundidee und kombiniere sie mit diesem Muster”-Bücher.
Aber “Knitting in the old way” ist noch viel mehr. Es enthält einerseits zahlreiche Pullover-Grundschnitte in der Percentage-Methode, dazu zahlreiche Muster aus verschiedenen Kulturen (u.a. für Lusekofter, einen Pulli-Typ, den ich im Sommer in Norwegen sah. Da mein Norwegisch aber stark unterentwickelt ist ;-), habe ich kein einziges Buch mitgebracht und mich später geärgert)und zahlreiche technische Details und Rafinessen – einfach sagenhaft!

In meinem Kopf bewegt sich sehr viel durch dieses Buch. Macht mir z.B. mehrfarbiges Stricken keine Probleme, solange es in Runden vor sich geht, so bin ich im vergangenen Sommer an einem Versuch in Hin- und Rückreihen gescheitert, habe die Flinte ins Korn geworfen. Da ich für Steeks aber auch noch keinen Mut hatte, war da eine Grenze erreicht.
“Knitting in the old way” hat nun einerseits eine umfassende Steek-Beschreibung und den Hinweis, daß es nur beim ersten Mal schlimm sei ;-), aber auch Techniken wie das “laddered opening” und knitting in reverse ausführlich erklärt.
Letzteres habe ich schon probiert – es wäre das Ende all meiner Probleme (Knitting in reverse meint rückwärts stricken; frau strickt also wie eine Strickmaschine immer mit der glatten Seite nach vorne, einmal von rechts nach links und einmal von links nach rechts).
Grundsätzlich geht das – mit verkreuzten Maschen. Mit “richtigen” Maschen breche ich mir noch einen ab, aber der Test geht weiter.

Hat jemand in dieser Angelegenheit einen Tip für mich? Bitte!!

Bekommen habe ich auch das hier:


Nach dem Knitalong im letzten Jahr brauche ich dazu wohl kaum noch was zu schreiben, oder?

Gestrickt habe ich nur ganz wenig.

Nachdem bei Tigerpferd so tolle bunte Sachen zu sehen waren und mir hier der graue Himmel auf den Kopf fiel, mußte es etwas buntes sein. Ein Knäuel Sockenwolle mußte dran glauben. Mit 4,5 Nadeln ganz locker gestrickt entsteht ein weichfließender Schal. Den man nebenher stricken kann, wenn man ununterbrochen schwätzt und plaudert.

Und Harald wächst endlich wieder!

Vor Weihnachten war es mit ihm wie verhext: Kaum hatte ich alle Fäden sortiert, mich hingesetzt, die richtigen Fäden in der Fadenführung und 10 Maschen gestrickt, passierte irgendetwas, was meinen sofortigen Einsatz erforderte: Briefträger, Post, Besuch,Telefon, kotzender Hund, alarmierende Gerüche aus der Küche….
Aber jetzt ist der Rand fertig, demnächst kommt noch die Crown und dann iser fertig.

Da spätestens morgen wieder Besuch kommt, weiß ich noch nicht, wann ich mich wieder melde. Falls das erst im nächsten Jahr der Fall sein sollte, wünsche ich allen einen guten Rutsch!