Filz

Noch feucht hinter den Ohren

ist meine zukünftige Gassi-Tasche.

gefilzte Tasche

Ich habe es schon seit einiger Zeit satt, daß – gerade in der Übergangszeit – nahezu alle meine Jacken-, Mantel-, Anorak- und Hosentaschen voll sind mit allem, was man so zum Gassi gehen braucht – Beutel für die Hinterlassenschaften, Leckerli, Hausschlüssel usf. Daher mußte schon vor längerer Zeit eine Gassi-Tasche her – was u.a. zur Folge hatte, daß meine Tempos jetzt nicht mehr alle nach Leckerli riechen und an meinen Labellos keine Krümel mehr pappen – eindeutig ein Gewinn!

Zuerst habe ich irgendeine alte kleine Tasche genommen – aber das wird sich jetzt ändern, schließlcih geht Frau Faserfimmel nur mit selbstgefilzter Tasche Gassi. Jawoll.

Eine eher organische Form sollte sie kriegen und auch im Deckel Stauraum für den Hausschlüssel bieten, damit der schnell zur Hand ist.

Schnell waren aus Zeitungspaper erste Entwürfe für die Schablone gemacht:

gefilzte Tasche

Und dann wurde ratzfatz bei dem tollen Wetter gestern gefilzt (blöd nur, daß es genau dann mit dem Gewitter losging, als ich fertig war – deswegen ist die Gute auch jetzt noch etwas feucht hinter den Ohren….)

Schlicht sollte sie werden und in meinem Lieblingsgrün, das entsteht, wenn ich zwei bestimmte Grüns zusammenfilze. Das hat auch geklappt, ist mir jetzt aber zu schlicht. Hmpf. Sticken also? Erstmal soll sie trocknen, dann arbeite ich mich durch das erste Modul der Filzzauberschule und dann sehe ich weiter.

Für die Umhängekordel schneide ich übrigens schon längere Zeit keine Löcher mehr in den Filz, sondern ich verwende diese oberfiese Ledernadel:

gefilzte Tasche

Da wird das Ende der Filzschnur durchgefädelt und dann durch den Filz gestochen – dazu braucht es etwas Beharrlichkeit und Kraft, aber das Ergebnis hat mich bisher immer überzeugt. Und es gibt keine ausleiernden Löcher.

Neugierig auf mehr?

Drei Schäfchen-Bücher sind entstanden

Schäfchenbücher nenne ich meine gefilzten Buchhüllen für Kladden, die auf der Außenseite “Schäfchenlocken”, also unkardierte Locken, aufgefilzt haben. Mit ihrem wolligen Äußeren sind sie perfekt, um faserfimmelige Kreativgedankgen zu sammeln und aufzubewahren.

Schäfchenbuch - handgefilzt

Drei Flächenfilze sind entstanden – Gotlandschaf mit Locken in grau, Shetland mit Leicesterlocken in weiß und rote Australmerino mit roten Leicesterlocken.

Schäfchenbuch - handgefilzt

So sehen sie fertig aus.

Schäfchenbuch - handgefilzt

Innendrin ist ein Futter aus Baumwollstoff; die Kladden kann man austauschen, wenn sie vollgeschrieben sind.

Schäfchenbuch - handgefilzt

Die weiße.

Schäfchenbuch - handgefilzt

Bei ihr habe ich diesmal die Locken sehr lose aufgefilzt.

Schäfchenbuch - handgefilzt

Die graue aus Gotland – hier habe ich die Locken extra gut eingefilzt.

Schäfchenbuch - handgefilzt

Und die rote mit lockeren Locken.

Ich selbst habe Schäfachenbücher schon seit Jahren im täglichen Einsatz – die Kombination aus schafig-wolligem Außen und merkfähigem Innen ist einfach toll!

Informationen zum Kauf der Anleitung gibt es hier.

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