Nein, nicht noch ein Schal
sondern die erste Bahn für eine Weste ist fertig:


Detail am “hellen” Ende

Detail am “dunklen” Ende
Kauni Effektgarn EB, ca. 140 Gramm; die zweite Bahn folgt in Kürze.
Angekommen ist zwischenzeitlich auch “Handweben – individuelle Kleidung“, das es nur noch antiquarisch gibt – ich habe mal Amazon verlinkt, dort gibt es derzeit entsprechende Angebote (ab 2,94 € Stand gerade eben).
Ein tolles Buch! Die eigentlichen Modelle entsprechen nicht mehr dem aktuellen Geschmack, aber die Schnitte sind zeitlos und wahrscheinlich gut mit anderen Stoffen umzusetzen.
Nochmal Danke für den Tip, Mara!
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Keine Hülle für eine Joga-Matte
ist heute entstanden, sondern eine Hülle für die Füße meines Knitters Looms:

Außen Schaf, innen mit Fleece gefüttert.
Am kommenden Samstag nämlich feiert meet-to-knit Geburtstag (wir werden schon 3!) und da gehen mein Kleiner und ich gemeinsam hin – mit seinen Füßen. Der Knitters Loom selbst hat ja schon ein Transportbehältnnis, quasi serienmäßig (ich habe meinen mit Tasche bestellt), aber seine Füße sollten auch nicht ungeschützt reisen.
(Hier kann man die Knitters Looms mit Füßen sehen – nur für den Fall, daß ich unverständlich rede… Die sind übrigens klasse, weil man sie im Gegensatz zu den Füßen anderer Rahmen schnell auseinander- und dann natürlich auch wieder zusammenbauen kann!)
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Bücher zum Thema "Kleidung weben"
Kleidung aus selbstgewebten Stoffen zu nähen ist anders, als welche aus gekauften Stoffen zu nähen. Einerseits webt man auf Rahmen eher selten in den gängigen Stoffbreiten, andererseits will zumindest ich meine selbstgewebten Stoffe nicht allzu sehr zerstückeln oder “patchworken”.
Optimal wären also Schnitte, die von schmaleren Stoffbreiten ausgingen.
Aktuelle Bücher zum Thema “Kleidung aus auf Rahmen selbstgewebten Stoffen nähen” gibt es kaum.
Bei Ashford ist ein Buch erschienen, das ich geschenkt bekommen habe, das “Book of projects”, speziell für die Knitters Loom Rahmen erdacht:

In dem Buch sind schöne, zeitgemäße Modelle, zwei gefallen mir ausnehmend gut. ABER und jetzt kommt das große ABER:
Der Webprozeß ist genau beschrieben, aber wenn es zum Zuschneiden und Nähen kommt, heißt es lapidar “We used a commercial pattern und overlocked the edges. Place the pattern on the fabric….”
Keinerlei Hinweis, WELCHES Pattern. Kein Hinweiss darauf, für welche Größe das Ganze gedacht ist, nix. Damit ist das Buch für mich nicht mehr als ein Werbeprospekt dafür, was man mit dem Knitters Loom alles machen kann. Das Wie bleibt für mich unbeantwortet. Und dafür ist das dünne Heftchen für meinen Geschmack relativ teuer…
“Kleidung weben auf dem Webrahmen” ist in den 80er Jahren erschienen und bietet entsprechende Modelle.
Zu allen Modellen sind Schemaschnitte enthalten, die sich dann natürlich auch leicht verkleinern oder vergrößern lassen. Auch dabei sind “in Form gewebte” Kleidungsstücke, also solche, die nicht aus rechteckigen Bahnen genäht werden, sondern für die ein Webstück in Form einer Weste gewebt wird (Weben mit verkürzten Reihen sozusagen – was voraussetzt, daß der Rahmen breit genug ist).
Gute Tips (und einige 80er-Jahre Modelle) bietet übrigens auch “Hands on Rigid Heddle Weaving“.
Es enthällt für meinen Geschmack zahlreiche gute Ideen, so zum Beispiel auch Konzepte für Schnitte aus schmalen Stoffbahnen. Für unterschiedliche schmale Stoffbahnen sind Schema-Zeichnungen für Schnitte enthalten, alle Schnitte im Buch sind so konzipiert, daß es wenig “Verschnitt” gibt, die Bahnen also optimal ausgenutzt werden.
Und dann gibt es noch “Handweben Individuelle Kleidung” von Catherine Gourlat (Danke für den Tip, Mara!). Das habe ich gerade antiquarisch bestellt und werde berichten, sobald ich es in Händen halte.
NACHTRAG: Das Buch ist da und klasse!
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In homöopatischen Dosen
stricke ich noch. Gestern wurde mein “Unterwegs-Gestricks” fertig, ein Schal aus 2 Knäulchen KidSilk von Drops, im altbewährten und immer wieder netten Feather-and-Fan-Muster:

2 Knäuel ergeben 22 cm Breite und knapp 1,70 Metern Länge. Nicht schlecht bei nur 50 Gramm Gewicht!

Das erdbraune Schokowebstück kommt auch voran und gefällt mir immer besser. Schöne Farbstellung!
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Inauguration Weaving Kit
Wer morgen die Amtseinführung von Obama webend begleiten will und gleichzeitig für Weavolution spenden will, den interessiert vielleicht das Barack Obama Color Horoscope Weaving Kit.
A UNIQUE COMMEMORATION OF AN HISTORIC EVENT Order a Barack Obama Color Horoscope Weaving Kit for $30. Proceeds of orders received on January 20th will be donated to support the launching of Weavolution, the upcoming social network for handweavers.
Was genau man da eigentlich bekommt, konnte ich genausowenig herausfinden wie ob eine Lieferung auch nach Deutschland erfolgt. Wer Interesse hat, muß halt nachfragen.
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Kauni EB
ist derzeit auf dem Knitters Loom – bei dem depressiven Licht allerdings kaum zu fotografieren…

Eigentlich nicht so der Braun-Fan gefällt mir die EB ausnehmend gut – alles schöne warme Erd- und Schokotöne. Aber der Knäuel, den ich habe, ist mit Abstand der Fettigste, den ich je von Kauni hatte. Handcreme kann ich mir in den nächsten Tagen sparen, ich habe genug Lanolin abgekriegt…
Ich erwäge, aus diesem Gewebe nun endlich mal etwas zu nähen. Mir schwebt eine Weste vor, die in “Folk Vests” von Cheryl Oberle gestrickt wurde. Daß ich ausgerechnet dieses Buch derzeit nicht finden kann – ist das wohl eine klassische Fehlhandlung?!
Nachtrag: Ich hab’s gefunden! Ich denke über die Sakiori Vest nach – zu sehen bei Ravelry hier und hier. Noch mehr bei Flickr.
Noch ein Schmökertip für alle, die gerne weben: Lena hat mir “Die Seidenweberin” ausgeliehen (Danke nochmal!) und die kann ich nur weiterempfehlen.
Köln im Mittelalter: Nach dem Tod ihrer Eltern wird die junge Fygen in die Obhut ihres Onkels gegeben, der bald ein Auge auf sie wirft. Nur der mütterlichen Sorge seiner Haushälterin ist es zu verdanken, dass sie seiner Begierde nicht zum Opfer fällt. Sie wird zu ihrer Tante Mettel geschickt, bei der sie das Handwerk einer Seidenweberin erlernen soll. Doch Mettel entpuppt sich als grausame und ungerechte Lehrherrin, die alles daransetzt, Fygen das Leben zur Hölle zu machen – vor allem als sich herausstellt, dass eine begabte Seidenweberin in ihr steckt. Allen Widerständen zum Trotz wächst Fygen zu einer mutigen jungen Frau heran, die keine Auseinandersetzung scheut – nicht mal mit Peter Lützenkirchen, dem wortgewandten Vorsitzenden des Seidamts …
Nach diesem Klappentext habe ich mir zuerst nicht viel erwartet, aber das Buch ist nicht so schmonzettig, sondern vermittelt einen Eindruck davon, wie es im Mittelalter in Köln in der Seidenmachterzunft vielleicht zugegangen ist. Ein echter Schmöker halt… Und Fygen Lützenkirchen ist historisch belegt, sie war wirklich Mitglied der Seidenmacherzunft in Köln.
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Materialmix die zweite
Ich werde mutiger. Neugierig, wie diese beiden Garne verwebt aussehen?

Links Gedifra Indra (Schuß), rechts Gedifra Marisa (Kette).

Das Schußgarn auf dem Schiffchen.

Das Ganze auf dem “Kleinen”

Ein Detail des Gewebes.
Es lohnt sich, mit den verschiedensten Resten zu experimentieren und sich zu trauen!
Wenn ich ein wenig mehr Erfahrung/Selbstvertrauen habe, rücke ich dem hier zu Leibe:

1 Kilo “creative pack” von Colinette
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Mal kein Schal
sondern ein Tuch ist gestern fertig geworden
– passend zur Außentemperatur.

44 cm breit, 1,97 Meter lang, aus Kauni

Gewebt auf der Kromski-Harfe – so fing’s an.

Übrig geblieben sind ganze 3 Gramm Kauni – manchmal klappt das mit dem Berechnen…
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Weil ich immer wieder gefragt werde: Webrahmen
In letzter Zeit werde ich ganz häufig gefragt, welchen Webrahmen ich denn empfehlen könnte. Diese Frage möchte nun mal hier im Blog beantworten.
Hierbei handelt es sich um meine persönliche Meinung; andere WeberInnen haben sicherlich eine andere Meinung.
Ich selbst besitze drei Webrahmen:
- Einen Knitters Loom, 30 cm Webbreite,
- eine Kromski Harfe, 60 cm Webreite und
- einen Ashford Rigid Heddle Loom, 80 cm Webbreite,
alle drei mit dem jeweiligen Standfuß.
Mein allerliebster Liebling ist der Knitters Loom, weil er für mich einfach ideal ist (wie gesagt, für mich. Andere Weber, andere Lieblingsrahmen).
Es fängt damit an, daß man KEINEN Bastelsatz bekommt, wenn man ihn bestellt, sondern einen fertigen Webrahmen, an dem man nur noch einige wenige Dinge richten muß. (Die beiden anderen Rahmen kamen als Bastelsatz – der Kromski-Rahmen war eine Herausforderung (die ich ohne meinen Mann vielleicht nicht hätte meistern können - Live-Bericht), der Rigid Heddle war besser, aber er kommt unlackiert und ich habe mir die Mühe gemacht, ihn erstmal zu ölen – zum Live-Bericht ).
Man kann den Knitters Loom mit der Kette drauf zusammenklappen und er ist trotzdem stabil (die Harfe kann man auch zusammenklappen, aber die ist instabiler).
Man kann ihn in eine Tasche stecken und überall mit hinnehmen – z.B. zum Stricktreffen oder in den Urlaub oder….
Er ist durchdacht. An ihm stimmt einfach jedes Detail. Stabil, klappbar, wenig Stellen, an denen das Garn hängenbleiben kann und und und. Er ist schnell mit einer Kette zu versehen, für ihn gibt es Kämme von 20/10 bis 50/10 (für die Harfe gibt es nur 30/10, 40/10 und 48/10).
Bei den Standfüßen ist der für den Ashford Rigid Heddle garnicht in der Neigung zu verstellen, der für die Harfe hat vier verschiedene Winkel und der Knitters Loom ist stufenlos verstellbar. Man kann mit dem Knitters Loom also prima im Fernsehsessel weben, braucht nicht auf einen normal hohen Stuhl zu wechseln.
Der Knitters Loom ist psychologisch von Vorteil, weil er schnelle Erfolge garantiert und einem das Scheren nicht endlos erscheint. Und ein Schal mit einem 20/10er Kamm ist wirklich ruckzuck fertig.
Die Kromski-Harfe ist optisch am schönsten – sie ist aufwendig gedrechselt, schön lackiert (ab Werk) und macht optisch wirklich was her. Dafür bleibe ich mit dem Garn oft an den vielen Schnörkseln hängen – und auch an den Schrauben, die meines Erachtens nicht so optimal positioniert sind.
Für den Rigid Heddle und die Harfe gibt es einen Second Heddle Kit, also die Möglichkeit, einen zweiten Kamm zu montieren, was die Möglichkeiten stark erweitert. Darauf muß man beim Knitters Loom verzichten.
Nachtrag: Das hat sich geändet – es gibt jetzt auch ein Second Heddle Kit für den Knitters Loom!
Der Rigid Heddle ist mit seinen 80 cm Webbreite schon riesig – quer paßt der nicht mehr durch eine Tür… Dafür ist er am vielseitigsten – bis 80 cm Webbreite, zweiter Kamm möglich, Kämme von 20/10 bis 50/10 erhältlich – er ist der, der alles kann und ggf. mitwächst mit den Kennntnissen und Anforderungen.
Meine Empfehlung für einen blutigen Anfänger ist ein Knitters Loom, weil er einem den Start leicht macht. Allerdings hat er Grenzen – z.B. in der Breite und der Erweiterbarkeit.
Für erfahrene Weber ist der Rigid Heddle mit seinen unzähligen Möglichkeiten vielleicht die beste Wahl.
Und die Harfe empfehle ich allen, denen die Optik und die Haptik wichtig ist. Sie ist halt ein Schönling…
Positiv an der Harfe ist auch, daß sie ihren eigenen Schärrahmen mitbringt – dreht man sie auf den Bauch, hat sie Löcher für kleine Rundhölzer und man kann so die Kette scheren - Live-Bericht.
Mit den Modellen anderer Hersteller habe ich keine Erfahrungen.
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Ein tolles Buch
hat mir Kiki ausgeliehen: Kreativ weben
Ich hatte irgendwann mal eine nicht so positive Kritik gelesen und daher dieses Buch nicht weiter beachtet – schön blöd.
Die Kritik lautete, daß es hier “nur” um Leinenbindung ginge und die grundsätzlichen Dinge wie Kette scheren und aufbäumen nicht ausführlich und umfassend beschrieben wären. Das ist soweit auch richtig. Dieses tolle Buch richtet sich nicht an Webanfänger und ja, es geht “nur” um Leinenbindung. Aber wie!
(Allen, denen es um die grundsätzlichen Dinge geht, empfehle ich “Hands on Rigid Heddle Weaving“)
Allen, die sich wie ich derzeit, dafür interessieren, was man in Leinenbindung so alles realisieren kann, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Gerade auch für das Verarbeiten unterschiedlichster Garne und Materialien finden sich zahlreiche Ideen und Anregungen.
Für alle, die gut genug Englisch lesen, gibt es eine preiswertere Alternative zu der deutschen Ausgabe – die englische
Das Buch enthält keine haargenauen Rezepte (“278 Meter von Garn A und 340 Meter von Garn B”) sondern eine Vielzahl von inspirierenden Fotos, Denkanstößen, Tips. Wahrscheinlich gefällt es mir gerade deshalb!





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