Dreidimensionales Weben
Dreidimensionales Weben? Ja, genau!
Am Freitag beim Meet-to-knit in Frankfurt bekam ich wirklich tolles Buch zum Geburtstag geschenkt – nochmals 1000 Dank, Mädelz! Und darin ist eine wundervolle Idee, wie man eine Baskenmütze in einem Stück nahtlos weben kann. Und mit ganz einfachen Mitteln. Und natürlich mußte ich das SOFORT ausprobieren:
Man braucht eine quadratische, feste Pappe und gut 100 Gramm Wollreste.

Die Pappe wird auf eine bestimmte Weise gelocht und dann mit einer Baumwollkette (!!!) bespannt.
Dann wird gewebt:

Und zwar auf der Vorder- und auf der Rückseite der Pappe. Nach dem Weben sieht die Vorderseite so

und die Rückseite so aus:

Dann fuddelt man ganz, ganz vorsichtig und ohne Einsatz einer Schere die Pappe heraus und fertig ist die Baskenmütze:

Von unten sieht sie so aus:

Cool, oder?
Allerdings ist das Ganze viel, viel zeitaufwendiger, als ich zunächst dachte. Weben geht schon schneller, wenn man ein Fach aufmachen kann…
Jedenfalls gefällt sie mir prima!
Wer noch mehr gute Ideen zum Weben sucht, dem sei das Buch “Weave – handmade style” aus dem Murdoch Verlag empfohlen.

Knitting Olympics 2006
Ravelympics 2010
Team Wales
Tour de Fleece
klasse teil!
aber warum unbedingt baumwolle für dei kette??
fragt und grüßt
die kiki
Hallo Kiki,
weil die Kette ein extrem hartes Leben hat… Und wenn man hinterher die Pappe da rausfuddelt, reißt sie da, wo die Löcher für die Kette waren am leichtesten und dann hängt die Kette da in der angerissenen Pappe und man muß die Schlaufen der Kette über die gerissene Pappe fuddeln und Spannung ist da auch noch jede Menge drauf. Ich war echt froh, daß ich einmal gemacht habe, was in einer Anleitung steht!
LG
Silke